Etappenziel erreicht!
14.07.2008: Im Abschlussworkshop des Jugendprogramms "Brandenburg - Das bist du uns wert" präsentierten 80 Jugendliche die Werte ihrer Region
(Text/Fotos: Kerstin Müller, Kai Schubert)
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80 Jugendliche haben die Werte in ihrer Region erforscht |
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Zum zweiten Mal drehte sich in Blossin alles um eins: Werte! |
Nach welchen Werten Jugendliche und Erwachsene in den verschiedenen Regionen Brandenburgs leben, was sie sich für die Zukunft wünschen und was für ein besseres Miteinander im Land getan werden kann, das alles wird die Ausstellung "Brandenburg - DAS bist du uns wert!" zeigen, die ab dem 23. September 2008 in der Cafeteria der Staatskanzlei in Potsdam zu sehen sein wird. Im Anschluss daran geht die Ausstellung auf eine Reise in die Regionen der teilnehmenden Jugendgruppen.
| Was haben die Jugendlichen herausgefunden?
Was denken sie selbst über Werte? Wir haben acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer interviewt: |
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Sahra (15) |
"Ohne Respekt geht garnix!"
Zu Beginn war mir nicht so richtig klar, um was es bei "Brandenburg, Das bist du uns wert!" gehen sollte. Mittlereile finde ich das Programm richtig spitze. Besonders weil ich zum ersten Mal mit verschiedenen Leuten über so ein Thema reden konnte. Dabei kam heraus, dass vielen in meiner Region der Zusammenhalt untereinander, im Ort oder in der Nachbarschaft am wichtigsten ist. Das sehe ich auch so. Schließlich ist mir meine Familie sehr wichtig. Hier finde ich Geborgenheit und Anerkennung - auch weil wir immer zueinander halten. Ich habe viel über mich und die Menschen in meiner Region gelernt.
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Vivien, 21 |
"Wenn einem nix was wert ist, ist man ganz schön arm dran"
Ich hab mir während des Programms überhaupt das erste Mal über Werte, die mir wichtig sind und die mich ausmachen, Gedanken gemacht. Dabei fand ich es total spannend zu erfahren, was die anderen in meinem Jugendclub und natürlich auch die Erwachsenen die wir befragt haben, dazu zu sagen haben. Bei uns in der Region ist vielen ein guter Zusammenhalt im Ort, Toleranz gegenüber Ausländern und ein Arbeitsplatz am wichtigsten. Das ist ja auch klar. Bei uns gibt es eine hohe Arbeitslosenquote. Mir persönlich sind meine Familie und meine Freunde sehr wichtig.
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Christian (11) und Christoph (12) |
"Werte - ein weites Feld!"
Klar haben wir unser ganzes Leben lang schon Werte gehabt. Aber wirklich gewusst, was das ist, haben wir nicht. Bei den Interviews haben wir gemerkt, dass es viel einfacher ist, Fragen zu stellen zum Thema Werte, als Antworten darauf zu finden. Unsere Lehrerin kam beim Interview schon öfter mal ins grübeln. In unserer Heimat sind die Werte Liebe und Ehrlichkeit die am häufigsten genannten. Uns ist Freundschaft und Selbstvertrauen wichtig. Wenn wir erwachsen sind, wollen wir anderen ein Vorbild sein. Jeder soll merken, dass es eine gute Sache ist, wenn man zu seinen Werten steht.
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Simon (22) und Thomas (19) |
"Werte erwachsen aus den Bedürfnissen"
Wir sehen in "Brandenburg - Das bist du uns wert!" ein Forum für eine Werteanalyse im Land Brandenburg. Das ist prinzipiell ein guter Ansatz. Die Teilnahme am Programm hat für uns noch einmal Gelegenheit gegeben, den Fokus darauf zu lenken, was uns wichtig ist. Während der Befragung der Erwachsenen standen auch unsere eigenen Werte auf dem Prüfstand. Bei allen positiven Aspekten der Werteforschung fanden wir es doch erschreckend wie weit verbreitet tendenziell antidemokratische Sichtweisen bei uns in der Region sind. Uns ist unsere geistige Freiheit sehr wichtig. In der Region wird der Wert der Gemeinschaft am häufigsten genannt.
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Anne (17) und Paula (16) |
"Werte sind in aller Munde - jedoch zu selten auch in den Herzen"
Für uns wurde das abstrakte Thema Werte durch das Programm und die Interviews zu etwas Fassbarem. Zu unserer eigenen Überraschung hat sich bei uns ein völlig neues Bewusstsein für die Denkweise anderer Menschen entwickelt. Wir haben Kontakt geknüpft zu Menschen, die wir so nie kennen gelernt hätten. Vor allem haben wir uns über die Offenheit gefreut, die uns und dem Thema entgegengebracht wurde. Wir hätten uns dennoch gewünscht, richtig mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und nicht nur, wie häufig geschehen, knappe Antworten zu erhalten. Trotzdem es war eine tolle Erfahrung und schließlich haben wir eine Menge über unsere Mitbürger erfahren. Sie finden den Zusammenhalt wichtig und dass man sich mit seiner Heimat identifiziert und daran mitwirkt alte Traditionen nicht einfach aussterben zu lassen. Wir persönlich bauen auf Verlässlichkeit und Liebe.
| Reportage zum ersten Workshop
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