Kompetenzen nutzen - Regionale Netzwerke stärken
Coaching Lokale Aktionspläne
Mit dem Schwerpunkt "Kompetenzen nutzen - Regionale Netzwerke stärken" hat die Stiftung Demokratische Jugend zum 01.01.2007 das Coaching von bundesweit 53 "Lokalen Aktionsplänen" (LAP) übernommen. Die "Lokalen Aktionspläne" werden über das Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Im Rahmen des "Coaching Lokaler Aktionspläne" berät die Stiftung Demokratische Jugend Kommunen und Landkreise bei der Entwicklung und Umsetzung von regionalen Strategien zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Das Coaching unterstützt die Menschen in den Regionen dabei, schneller und wirkungsvoller zu eigenen Lösungen zu kommen. Ein Coach kann dabei ganz unterschiedliche Rollen in der Beratung haben: Er ist Beobachter, Analyst, Moderator und manchmal auch Ratgeber. Schließlich gilt es, Vertreter und Vertreterinnen aus Behörden und Verwaltung mit Engagierten aus Initiativen und Verbänden ins Gespräch zu bringen sowie die Inhalte des Lokalen Aktionsplans gemeinsam mit den Partnern vor Ort stetig weiter zu entwickeln. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten mehrjährige Handlungskonzepte zu formulieren, die dann mittels konkreter Projektideen umgesetzt werden.
Die Stiftung Demokratische Jugend setzt mit der Begleitung und Beratung der 53 "Lokalen Aktionspläne" damit einen weiteren Baustein für die erfolgreiche Vernetzung der demokratisch Engagierten in Kommunen und Landkreisen.
Schritt für Schritt - Regionale Vernetzung verstetigen
Bereits seit Frühjahr 2002 unterstützt die Stiftung Demokratische Jugend im Rahmen des Bundesprogramms CIVITAS die Einrichtung des Programmschwerpunktes "Vernetzung des zivilgesellschaftlichen Engagements im Gemeinwesen" in allen ostdeutschen Bundesländern und Berlin. An die hier gewonnenen Erfahrungen anknüpfend stellten seit 2005 die "Perspektive-Netzwerkstellen" einen zentralen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit dar. Ziel der Netzwerkprojekte war es, regionale Bündnisse und Engagementstrukturen für eine demokratische Kultur vor Ort aufzubauen. Am Ende des Förderzeitraums sind in vielen Regionen feste Kooperationsverbünde regionaler Partner entstanden. Über das direkte Engagement gegen Rechtsextremismus hinaus, ging es darum, demokratische Strukturen erlebbar zu machen und gerade Jugendlichen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume im Gemeinwesen zu eröffnen. In enger Anlehnung an die Aktivitätem der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen", haben die Perspektive-Netzwerkstellen gemeinsam mit lokalen und regionalen Partnern vor Ort Strategien entwickelt, die ein Leben in der Region vor allem für junge Menschen attraktiver machen könnten. Ob Zukunftswerkstätten, Gemeindekonferenzen oder Projektberatung - Netzwerkstellen haben zusammen mit Engagierten aus Initiativen und Verbänden, Jugendarbeit, Schule, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Kirche vielfältige Projekte entwickelt und Ideen gesponnen, die gerade im strukturschwachen, ländlichen Raum Potentiale für ein lebendiges Gemeinwesen aufzeigen.
Lokale Aktionspläne - strategisch, systematisch, kreativ
In insgesamt 17 Regionen in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin haben erfahrene Praktiker und Praktikerinnen aus dieser Netzwerkarbeit die Koordinierungsstelle eines "Lokalen Aktionsplans" im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT" übernommen. Mit der Koordination von "Lokalen Aktionsplänen" innerhalb von "VIELFALT TUT GUT" entwickelt sich die begonnene Netzwerkarbeit damit noch einen Schritt weiter. Neben der reinen Vernetzungsarbeit engagierter Partner vor Ort geht es nun vor allem auch um die Moderation der Zusammenarbeit von Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die Kontakte, die die Netzwerk-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit gewonnen haben, kommen ihnen bei der neuen Aufgabe ebenso zu Gute wie die umfassenden Qualifizierungsanbote, die die Stiftung Demokratische Jugend in den letzen beiden Jahren organisiert hat.
Für die Stiftung Demokratische Jugend ist so ein dauerhaftes Netzwerk von Partnern entstanden, die auch in Zukunft den Ausbau von Netzwerkstrukturen professionell unterstützen und demokratisches Engagement in zahlreichen Regionen Ostdeutschlands stärken.






