Gemeinsam in den Himmel wachsen
15.06.2006: Wettbewerb "Jugend engagiert" würdigt Einsatz junger Menschen für ihre Gemeinde
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Andreas Pautzke (links), Dr. Klaus Zeh (hinten Mitte) und Robert Fischer (ganz rechts) bei der Preisverleihung |
Am Dienstag Nachmittag haben die Stiftung Demokratische Jugend und der Landesjugendring Thüringen fünf Jugendinitiativen des Landes Thüringen für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Jugendgruppen aus Lindewerra, Bad Frankenhausen, Ummerstadt, Uder und Lichtenhain sind Preisträger des Wettbewerbs "Jugend engagiert". Als Preise erhalten sie jeweils die Ausstattung für ein Internetcafé der Bundesinitiative "Jugend ans Netz". Die Preisverleihung fand im Augustinerkloster in Erfurt statt.
Der Wettbewerb würdigt Jugendinitiativen, die sich für ihre Gemeinde oder ihren Ort eingesetzt haben. "Wir haben aus den insgesamt 17 Bewerbungen fünf Projekte ausgewählt, die den Prozess des Miteinanders in der Gemeinde in besonderer Weise angeregt haben", erklärte Andreas Pautzke, Geschäftsführer der Stiftung Demokratische Jugend.
In seiner Laudatio zitierte er den Komponisten Kurt Schwaen mit den Worten: "Alle Bäume wachsen in den Himmel. Bäume, die nicht in den Himmel wachsen, gehen ein." Das Zitat beschreibe passend, wie die Visionen junger Menschen in den Gemeinden gewachsen seien. Die Ergebnisse seien ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger. "Darauf kommt es bei unserem Wettbewerb an", so Pautzke. "Die fünf Jugendinitiativen sind wichtige Schrittmacher in ihrer Region."
Dr. Klaus Zeh, Minister für Soziales, Familie und Gesundheit in Thüringen, war vom Engagement der Jugendgruppen begeistert: "Die Jugendlichen haben sich in vorbildlicher Weise für ihre Mitmenschen eingesetzt", lobte er. "Die Projekte zeigen sehr eindrucksvoll, dass die Jugend in unserem Freistaat Thüringen aktiv und engagiert ist. Von Null-Bock-Generation kann keine Rede sein."
Das bestätigte auch Peter Weise, Geschäftsführer des Landesjugendrings Thüringen. Die Jugendinitiative "Woodfighters" bezeichnete er sogar als "Erfolgsmodell für ganz Thüringen". Die Jugendlichen aus Ummerstadt im Landkreis Hildeburghausen arbeiten seit Langem ehrenamtlich für ihre Gemeinde. Sie pflegen den kommunalen Wald für das Jugendheim, verkaufen Obst der gemeindeeigenen Bäume, reparieren Zäune von Kinderspielplätzen und helfen bei Feiern im Kindergarten. Selbst ihren Treffpunkt unterhalten sie eigenständig, ohne der Stadtkasse zur Last zur fallen.
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Jugendliche Teilnehmer des Wettbewerbs "Jugend engagiert" |
Auch die Jugendlichen des Pfadfinderstammes St. Jakobus aus Uder im Landkreis Eichsfeld haben sich ehrenamtlich für ihre Gemeinde eingesetzt - und das sogar unter erschwerten Bedingungen. Der ungeklärten Immobilienfrage zum Trotz restaurierten sie einen stillgelegten Bahnhof, strichen Zäune, säuberten die Bahnsteige und verschönerten die Fenster. Wenn alle Arbeiten und Verhandlungen mit der Deutschen Bahn erfolgreich abgeschlossen sind, soll der Bahnhof als touristische Anlaufstelle mit Fahrradverleih und Servicestation ausgebaut werden.
"Wir wollen ein aktives Gemeinwesen in einer lebenswerten Region", erklärte Andreas Pautzke. Dass Jugendliche hier viel beitragen können, haben auch die Gruppen aus Bad Frankenhausen im Landkreis Kyffhäuser, aus Worbis im Landkreis Eichsfeld und aus Lichtenhain im Landkreis Saalfeld Rudolstadt gezeigt. Sie engagierten sich für eine barrierefreie Stadt, pflegten historische Stätten und bauten eine verfallene Wanderhütte wieder auf.
Minister Klaus Zeh hofft, "dass dieser Wettbewerb fortgesetzt wird und dass viele Jugendliche diesem Beispiel nacheifern werden."
Dazu bekommen junge Leute künftig reichlich Gelegenheit. Der Wettbewerb "Jugend engagiert" geht in die zweite Runde. Nähere Informationen dazu gibt es in Kürze auf dieser Internetseite.
Jugendliche, die sich für ihre Gemeinde engagieren wollen, können außerdem mit dem Programm "jugend aktiv!" der Stiftung Demokratische Jugend gefördert werden. Informationen hierzu gibt es im Menüpunkt "Förderung von Jugendinitiativen".






