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Junge Forscher erkunden Bahnlinie
15.06.2010 | Berlin-Brandenburgische Landjugend nimmt am Jugendprogramm Zeitensprünge teil - die "Märkische Allgemeine" berichtet (Pressespiegel) [mehr]

Projekte aus dem Modellprogramm "erste Schwelle"

Vielfältig und beeindruckend sind die Projekte, die im Modellprogramm "erste Schwelle" von den Teilnehmenden umgesetzt werden. Ein Blick auf die Ideen und Umsetzungen verdeutlicht das Potential des Modellprogramms, aber auch das Potential der engagierten Jugendlichen. Hier einige Beispiele:

  


 

Jugendhilfe- und Förderverein Bad Frankenhausen: Kochbuch "Rezepte für den kleinen Geldbeutel"
Gesund und lecker essen auch bei kleinem Budget - diese Ziele hatte sich Katja (23) bei der Entwicklung ihres eigenen Projektes groß auf die Fahnen geschrieben. Herausgekommen ist ein Kochbuch mit abwechslungsreichen Rezepten für Menschen, die jeden Tag aufs Neue bewusst mit ihrem Geld umgehen müssen.
Unterstützung und Betreuung in allen Belangen erhielt die gelernte Diätassistentin vom ortsansässigen Kinder- und Jugendzentrum "Domizil" in Bad Frankenhausen (Thüringen), in dem sie ihr gemeinnütziges Engagement mit Kochkursen für die Kleinen startete. Die Idee für ihr Projekt lag nahe, denn Katja engagiert sich bereits seit langem als ehrenamtliche Helferin für die "Tafel" in ihrem Heimatort. Dort hatte sie festgestellt, dass die Menschen, die sich über die "Tafel" mit Lebensmitteln versorgen, nur unzureichend über gesunde und ausgewogene Ernährung Bescheid wissen. Um die Arbeit der "Tafel" bekannter und auf die Bedeutung einer solchen Institution aufmerksam zu machen, aber auch um potenzielle Spender und Partner zu erreichen, arbeitete Katja an einer Internetseite sowie an der Erstellung eines Flyers für die "Tafel Frankenhausen". Darüber hinaus erstellte sie ein Konzept für ein Ernährungsberatungsprogramm. Das Modellprogramm "erste Schwelle" hat es Katja ermöglicht, sich trotz Arbeitslosigkeit in ihrem Fachgebiet auszuprobieren und weiterzuentwickeln und ihr Wissen an andere weiterzugeben. Download Kochbuch "Rezepte für den kleinen Geldbeutel"

CJD Usedom-Zinnowitz: Prävention gegen Rechts - keine Stimmte für rechtsradikale Parteien
Diesem Ausspruch hätte Laura-Ann sicherlich zugestimmt. Als die Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern anstehen, möchte sich die Zwanzigjährige politisch engagieren, um zu verhindern, dass die NPD im Landtag an Stimmen gewinnt. Somit war die Projektidee für das Modellprogramm "erste Schwelle" schnell gefunden. Laura-Ann, die sich auch privat aktiv politisch einsetzt, wollte über das rechtsextremistische, rassistische und gegen unseren Rechtsstaat gerichtete Gedankengut der NPD aufklären und damit junge Leute ermutigen, Parteien zu wählen, die demokratisch und nicht rassistisch sind. Um auf ihr eigenständiges Projekt aufmerksam zu machen, stellte sie das Konzept vor Lehrerinnen, Lehrern, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern vor und stieß dabei auf reges Interesses. Laura-Ann besuchte verschiedene Schultypen und sprach mit Jugendlichen unterschiedlichen Alters. Sie präsentierte Videomaterial und Werbeplakate und führte Diskussionen. Hilfestellung während des Projektzeit erhielt sie durch das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) in Zinnowitz (Usedom). Obwohl das Projekt bereits abgeschlossen ist, erhält Laura-Ann weiterhin Anfragen, ihre politische Aufklärung an Schulen weiterzuführen.

  

VSP Schwerin: Antirassistisches Hoffest
Kurz vor der Bundestagswahl im September 2009 wollte Christoph die Schweriner Jugendlichen für das Thema Rechtsextremismus sensibilisieren. Speziell junge Leute sollten angeregt werden, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen. Mit seinem Projekt wollte Christoph darüber hinaus alle Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die eine weltoffene Anschauungsweise vertreten. Übergeordnetes Ziel war es, einer schleichenden Akzeptanz beziehungsweise Ignoranz gegenüber allgemeiner rechter Gesinnung präventiv entgegenzuwirken.
Die Umsetzung seiner Projektidee im Rahmen des Modellprogramms "erste Schwelle" erfolgte durch ein organisiertes Fest für Groß und Klein. Das "Antifaschistische Hofspektakel" im Schweriner Verein Knackpunkt bot Kindern und Jugendlichen einen abwechslungsreichen Tag, an dem Information und Unterhaltung miteinander verbunden wurden. Neben Ständen, an denen man sich über das Thema Rechtsextremismus informieren konnte, warteten auf die Gäste regionale sowie überregionale Bands mit Musik gegen Rechts, ein Kinderprogramm für die Kleinen sowie Essen und Trinken zu einem erschwinglichen Preis. Während des Projektes wurde Christoph durch die Kompetenzagentur Schwerin unterstützt, die zum Verbund für soziale Projekte (VSP Schwerin) gehört.

  
JFZ Sankt Georgen: Radiosendereihe
"Generation - Aktion" lautet der Titel des Projekts von Chris. Im Rahmen des Modellprogramms "erste Schwelle" arbeitete der Jugendliche bei Radio Corax in Halle. Hier erstellte er eine Radiosendereihe. Diese berichtete über intergenerative soziale Projekte, bei denen Jüngere älteren Menschen helfen, aber auch umgekehrt. Die Themen recherchierte Chris eigenständig. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf Organisationen und Projekte, die sich für kranke Menschen einsetzen oder Menschen mit sozialer Benachteiligung unterstützen. So berichtete er beispielsweise über ein Projekt, das demenzkranke Menschen betreut oder eines, das sich mit dem Thema Jugendgewalt auseinandersetzt. Dazu führte Chris Interviews mit Ratsuchenden und Mitarbeitern in den Einrichtungen. Anschließend wurden die Interviewmaterialen von ihm für einen Radiobeitrag verarbeitet und mit Musik gestaltet. Während des Projektes stand Chris die Kompetenzagentur des Jugend- und Familienzentrums in Halle mit Rat und Tat zur Seite.

  

AJZ: Band-Contest
Die Abiturientinnen Isabel (19) und Maxi (18) nutzten die Möglichkeit des Modellprogramms "erste Schwelle", um etwas gegen das mangelhafte kulturelle Angebot im sächsischen Weißwasser zu unternehmen. Mit einem Band-Contest boten sie Nachwuchstalenten aus der Region die Chance, vor Publikum aufzutreten, Bühnenerfahrung zu sammeln und Fans zu gewinnen. Im Zuge der Vorbereitungen für die große Veranstaltung konnten sie direkt ihre Management-Fähigkeiten testen und ausprobieren, schließlich musste vorab ein komplettes Konzept erarbeitet werden: von der Erstellung eines Zeit- und Kostenplanes über die Organisation der Technik und Mitarbeiter bis zur Sponsorensuche. Um die Werbetrommel für ihr Event zu rühren, erstellten die beiden Flyer und Plakate und machten über das Radio auf ihr Vorhaben aufmerksam. Von den Musikern erwarteten sie selbst komponierte, handgemachte Musik sowie gewaltfreie Texte. Mit etwa 300 Besuchern war der Band-Contest im Alternativen Jugendzentrum Die Garage ein voller Erfolg und brachte Maxi und Isabel viel positives Feedback ein.

Projekte aus dem Modellprogramm "erste Schwelle"   
VSP Schwerin: Chor "Masel Tow"
Der Chor "Masel Tow" der Jüdischen Gemeinde in Schwerin kann sich fortan mit seiner eigenen Internetseite der Öffentlichkeit präsentieren. Dies haben die Sängerinnen und Sänger Wadim zu verdanken. Der kulturinteressierte Jugendliche hat sich im Rahmen des Modellprogramms "erste Schwelle" für den Austausch der in Deutschland lebenden verschiedenen Nationalitäten stark gemacht. Denn Wadim ist der Ansicht, dass diejenigen, die sich in ihrer eigenen Kultur eingrenzen, es schwer haben werden, sich in Deutschland zu integrieren. Mit der Erstellung der Internetseite wollte der Jugendliche nicht nur den Bekanntheitsgrad des Chores erhöhen, sondern auch zur Vermittlung der jüdischen Kultur beitragen. Unter der Adresse www.masel-tow.de.tl können sich Interessierte über die Geschichte und über die Auftritte des Chores informieren. Außerdem gibt es ein Gästebuch und die Möglichkeit, sich Lieder des Chores, der unter anderem auf jüdisch und hebräisch singt, anzuhören.
Während der Projektzeit wurde Wadim durch die Kompetenzagentur Schwerin unterstützt, die zum Verbund für soziale Projekte (VSP Schwerin) gehört.


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