Märchenbrunnen statt Puppenallee
22.02.2010: "Neues Deutschland" berichtet über das Zeitensprünge-Projekt Berliner Schülerinnen
Kaum einer wird bestreiten, dass der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain zu den schönsten Wasseranlagen der Stadt zählt. Wer vom Alex über das Königstor in den Hain gelangt, wird von Hans im Glück, Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel begrüßt. Die Wasserspiele mit den sandsteinernen Figuren nach den Märchen der Brüder Grimm sind für Kinder wie Erwachsene auch heute noch, fast 100 Jahre seit ihrer feierlichen Übergabe an die Berliner, ein Ort zum Rasten und Verweilen. Dass dieser Brunnen aber vor seinem Bau einst zum Politikum wurde, ist wohl nur sehr wenigen bekannt. Die Stadtverordnetenversammlung Berlin stimmte für den Bau, Kaiser Wilhelm II. war dagegen. Aber warum?
Das wollten auch die sieben Schülerinnen von der Geschichtswerkstatt der Georg-Weerth-Oberschule wissen. Gemeinsam mit dem Paul-Singer-Verein haben sich die 15- und 16-jährigen Mädchen um Projektleiter Peter Albrecht im Rahmen des Programms "Zeitsprünge" der Stiftung Demokratische Jugend auf Erkundungen begeben und sich dabei vor allem auf die demokratiegeschichtlichen Hintergründe der Brunnenentstehung konzentriert.
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