Nachwendekinder beim Fahnenappell - Nuthetaler Jugendliche gingen auf Spurensuche
25.02.2010: Die Märkische Allgemeine berichtet über ein Zeitensprünge-Projekt, das sich mit dem Schulgeschehen in Bergholz-Rehbrücke befasst hat
NUTHETAL - In der DDR wurde manchmal geübt, wie man sich am besten verhält, wenn ein Krieg - womöglich ein Atomschlag - oder eine andere Katastrophe das Land treffen sollte. Eine ehemalige Schülerin aus Bergholz-Rehbrücke kann sich noch genau an eine solches Training zur "Zivilverteidigung" (ZV) erinnern. Beim ZV-Unterricht für die 9. Klassen hatten die unteren Klassenstufen die Verletzten zu stellen. Sie lagen dann realitätsnah mit Fleischscheiben auf den Unterschenkeln da und harrten der Dinge, die da kommen werden. Bei einer dieser Übungen warteten sie allerdings lange vergeblich. Es kam weder ein Sanitäter, der die "Fleischwunden" versorgte, noch ein Lehrer, der endlich sagt: "Ihr könnt wieder aufstehen, der Krieg ist vorbei." Man hatte die Verletzten auf dem Schulgelände schlicht vergessen.
Die Anekdote, die auch gut in den Satire-Film "Sonnenallee" gepasst hätte, ist eine von vielen, die 13 junge Leute vom Jugendparlament und vom Verein "Die Brücke" ans Licht befördert haben. Sie begaben sich auf Zeitreise, um im zweiten Teil ihrer Mission die Geschichte der Schulen in Bergholz-Rehbrücke von 1950 bis heute zu erforschen.
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