Mit Perspektiven in die politischen Ferien
02.07.2009: Parlamentarischer Abend zur Situation junger Menschen in Ostdeutschland
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André Kuchenbecker befragt Johannes Zerger |
Die Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen" in der Stiftung Demokratische Jugend hat am Montag, den 29. Juni gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring und der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung einen Parlamentarischen Abend veranstaltet. 25 Gäste kamen in die Viadrina School of Governance (Wilhelmstraße/Dorotheenstraße), um miteinander über die spezifische Situation junger Menschen in Ostdeutschland ins Gespräch zu kommen.
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des für die Angelegenheiten der neuen Länder zuständigen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Bundesländer und die Gäste aus wissenschaftlichen und politischen Organisationen wurden zunächst vom Geschäftsführer der Stiftung Demokratische Jugend, Johannes Zerger, begrüßt. "Die Situation in Ostdeutschland ist auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer eine spezielle Situation. Wir wollen mit Ihnen nach Möglichkeiten suchen, wie wir die Abwärtsspirale im Jugendbereich unterbrechen können", sagte er.
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Heidemarie Rubart im Gespräch mit Wilhelm Teuber, Ute Trentini und Prof. Christiane Dienel |
Der Moderator des Nachmittags, André Kuchenbecker (NDR), bat anschließend Johannes Zerger, Florian Dallmann (DBJR) und Klaus Waldmann (Evangelische Trägergruppe) um Einschätzungen darüber, welche Probleme speziell ostdeutsch seien und welche Lösungsvorschläge hierzu bereits auf der Jugendkonferenz "Perspektive Land!" und der Fachtagung "Zukunft ermöglichen - Perspektiven eröffnen" erarbeitet worden sind. Dr. Hans-Liudger Dienel, wissenschaftlicher Leiter des nexus Instituts für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung, referierte abschließend über Abwanderung, Strukturschwäche und den Fachkräftemangel im Spiegel der ostdeutschen Kinder- und Jugendpolitik.
Aus den zahlreichen Gesprächen im Anschluss ergaben sich für die Gäste neben neuen Kontakten auch Anregungen für die Arbeit nach der politischen Sommerpause. "Solange dem Osten die jungen Leute weglaufen, kann es keine tragfähigen Konzepte für die neuen Länder geben", so Heidemarie Rubart, Leiterin der Koordinierungsstelle den Parlamentarischen Nachmittag. "Ich freue mich, dass wir unsere Gäste für die spezifische Situation der Jugendlichen im Osten sensibilisieren konnten."
| Am Montag sind auch erstmals die Wahlprüfsteine der Koordinierungsstelle für die bevorstehenden Bundestagswahlen ausgegeben worden. Sie können hier heruntergeladen werden: Wahlprüfsteine der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen" zur Bundestagswahl 2009 |
Impressionen (Fotos: Roberto Velazco Davalos)






