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Jugend engagiert in Brandenburg 2008

Die Gewinner

Kinder- und Jugendparlament Rathenow

Projekt: "Agieren statt Reagieren"

Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) Rathenow arbeitet im Rathenower Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz mit. Das Aktionsbündnis organisiert u.a. Gegendemonstrationen bei geplanten NPD-Veranstaltungen und mobilisiert die Bevölkerung, sich für demokratische Werte und gegen Ausländerfeindlichkeit einzusetzen. Die Jugendlichen wollen die Wirksamkeit dieses Bündnisses noch verbessern und haben sich unter dem Motto "Agieren statt Reagieren" vorgenommen, mehr Mitstreiter für das Bürgerbündnis zu gewinnen und als KiJuPa eine neue Qualitätsstufe des Aktionsbündnisses zu erreichen. Dies setzen sie durch initiierte Runde Tische, die Bildung eines Vorstands und den Erfahrungsaustausch mit anderen Städten um.

Gymnasium am Burgwall Treuenbrietzen

"Jugend für soziales Engagement"

Das Projekt "JES - Jugend engagiert sich" bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich in gesellschaftliche Aufgaben ehrenamtlich einzubringen. Aus ursprünglichen Teilnehmern, die Interesse am sozialen Bereich zur Berufsorientierung hatten, sind sozial engagierte Jugendliche geworden, die unterschiedliche Angebote für Menschen, die Unterstützung brauchen (Babysitterservice, Computerkurse), anbieten. Ihre Service-Angebote werden von zahlreichen sozialen Einrichtungen in Treuenbrietzen - wie der Kita, dem Hort und dem Seniorenwohnpark - gerne in Anspruch genommen, die die Jugendlichen als verlässliche Partner schätzen.

Jugendclub Krausnick

Projekt: "Krausnick bekommt einen belebten Fußballplatz"

Hier haben Jugendliche sich für ihre Gemeinde ins Zeug gelegt und für die ohnehin aktiven Dorfbewohner einen Fußballplatz geschaffen, den es vorher nicht gab. Sie kümmerten sich um die finanzielle und materielle Unterstützung, entrümpelten den vorgesehen Platz und gestalteten das Fußballfeld. Nun sind sie für die Organisation der Spiele und die Platzpflege zuständig und haben damit eine verantwortungsvolle Gemeinschaftsaufgabe übernommen.

Jugendbeirat der Stadt Falkenberg

Projekt: "Begegnungen"

Der Jugendbeirat der Stadt Falkenberg hat eine Patenschaft mit der Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Herzberg übernommen. Ihr Ziel ist es, Vorurteile und Berührungsängste gegenüber behinderten Menschen abzubauen und das Thema Behinderung zu enttabuisieren. Durch die Gestaltung gemeinsamer Spielenachmittage und Nachtwanderungen oder Veranstaltungen in der Jugendbegegnungsstätte in Falkenberg zeigen sie, wie einfach es ist, offen aufeinander zuzugehen und eine bessere soziale Integration voranzubringen.

Jugendclub Rückersdorf

Projekt: "Eventmanagement für jeden"

Der Jugendclub Rückersdorf sticht mit seinen Aktivitäten aus der Landschaft der Jugendeinrichtungen heraus, weil die Jugendlichen sich hier nicht nur um die Wünsche und Belange ihrer eigenen Generation kümmern, sondern sich als aktive Partner in das Gemeindeleben einbringen. Sie organisieren und unterstützen als eine Art Veranstaltungsagentur zahlreiche sportliche und kulturelle Events im Amtsgebiet und sind stets bemüht, alle Menschen der Gemeinde einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Vereinen klappt ausgezeichnet und neue Ideen werden von der Stadt durch eine kostenlose Bereitstellung von Räumen und Hilfe bei der Planung unterstützt.

Kulturchaoten e.V. Rheinsberg

" Projekt: Kultur in der Pampa"

Als Kulturchaoten haben sich verschiedene Musikbands aus der Region zusammengeschlossen, um als kreativ-aktives Jugend-Netzwerk in Nordbrandenburg den Aufbau eines überregionalen Bandnetzwerkes voranzubringen. Sie versuchen z.B. durch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und einen Ressourcenpool (Musiker/Musikerinnen, Instrumente) die vorhandenen Kapazitäten besser zu bündeln und auszubauen. Gemeinsam wollen sie die von Abwanderung und ausgedünnten Jugendräumen geplagten Kreise Prignitz, Ostprignitz - Ruppin und Oberhavel durch regelmäßige Konzerte in der Region kulturell beleben.

Jugendgruppe FEITA der SJD-Falken Rheinsberg

Projekt: "Projekte rund um die Region"

Die Jugendgruppe FEITA (Freiheit, Emanzipation, Information, Toleranz, Agitation) initiiert seit 2005 Projekte, die auf regionale Problemlagen reagieren. Z.b. machten sie sich nach einem Brandanschlag auf einen Dönerstand für mehr Toleranz und gegen Gewalt stark und organisierten eine Bürgerdemonstration, als es um die Abschaffung der Zuganbindung ging. Das Engagement der Jugendlichen in Rheinsberg, das sich gegen Benachteiligungen jeglicher Art richtet, ist beständig und wurde mit der Errichtung eines selbstverwalteten Jugendkulturzentrums belohnt, die eine effektivere Projektorganisation ermöglicht.

Live Your Life Rathenow

Projekt: Jugend- und Szenemagazin für Rathenow

Im Sinne des Titels verwirklichen junge Leute hier ihre Idee und kommunizieren ihre Welt in Form der frischen und dynamischen Zeitschrift "Live Your Life" für junge und junggebliebene Rathenower. Die Jugendlichen haben eine eigene Redaktion, entscheiden über die brennenden lokalen und überregionalen Themen und sind über die Recherche bis zum Druck und der Verteilung selbst verantwortlich. Das "gesetzte" Interview mit dem Bürgermeister ist eine gute Verbindung zur Kommunalpolitik und gleichzeitig wird die Kommunikation zwischen den Generationen verstärkt, da die Mitbürger ermutigt werden, sich zu Jugendthemen eine Meinung zu bilden. Kurzum: "Live Your Life" ist der (Jugend)Seismograph für lokale Themen.

Sprungbrett Cottbus

Projekt: Jugendinitiative für eine "Bunte Welt"

Im Cottbusser Stadtteil Sachsendorf-Madlow, der als sozialer Brennpunkt gilt, engagieren sich Jugendliche trotz wiederkehrender rechter Gewalt für ihren Kiez. Im selbst verwalteten Jugendtreff im Jugendkulturzentrum bieten sie sinnvolle Freizeitmöglichkeiten an und gestalten regelmäßig Veranstaltungen für geistig und seelisch Behinderte und Migranten, die froh sind, dass es einen Klub ohne Vorurteile und Misstrauen gibt. Da die Trägerschaft für den Klub aufgegeben wurde, haben die Jugendlichen einen neuen Trägerverein "Sprungbrett Cottbus" im Januar 2008 gegründet - in der Hoffnung, den Treff, der mittlerweile eine Insel für Minderheiten in Cottbus geworden ist, weiterzuführen.

Creatives Zentrum "Haus am Anger" Falkensee

Projekt: "Auf der Suche nach Vergangenem"

Die Umweltgruppe Creatives Zentrum hat bei diesem Projekt eine ungewöhnliches Ziel verfolgt: Die Jugendlichen wollten für einen einstigen Storchenweiher in Falkensee, der mittlerweile bewachsen ist, die Höhe der Müllbelastung feststellen. Bei ihren Recherchen haben sie zahlreiche Informationen zur Geschichte des ehemaligen Tümpels gesammelt und konnten die ungefähren Ausmaße des Müllkörpers ausmachen. Sie entnahmen Bodenproben, analysierten sie und können nun Aussagen über die Müllzusammensetzung machen, die wiederum entscheidend für die entsprechenden Entsorgungspflichten sind. Damit haben die Jugendlichen eine wertvolle Vorarbeit für ein Gemeinschaftsgut der Gemeinde geleistet.

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>>> Hier können Sie sich die Gesamtübersicht aller Gewinner von "Jugend engagiert in Brandenburg 2008" downloaden

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