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"Wir mischen uns ein, wir wirbeln mit!"

01.07.2008: Auszeichnung für 10 Jugendgruppen vom Mitmachwettbewerb "Jugend engagiert in Brandenburg"

(Text/Fotos: Kerstin Müller)

  
 

Collage zu Jugend-Aktionen im vergangenen Jahr

Es war ein Raum, gefüllt von jugendlichem Tatendrang, in dem am 27. Juni 2008 zum dritten Mal die Preise zum Wettbewerb "Jugend engagiert in Brandenburg" verliehen wurden. Zehn Jugendgruppen waren ins Christian-Schreiber-Haus nach Grünheide gekommen, um sich und ihr Projekt vorzustellen und zu erfahren, welchen Platz sie belegt haben. Ein Gewinn war zu diesem Zeitpunkt schon allen sicher: Eine zweitägige Projektwerkstatt im Anschluss an die Preisverleihung.

  

Treuenbrietzen bietet soziale Dienste

 

Auf großen Stellwänden und Beamer -Projektionen wurde gezeigt, was die vielen Jugendlichen im vergangenen Jahr für ihren Ort und die Menschen in ihrem Ort geleistet haben. Projekte zur Integration von Behinderten, Veranstaltungen zur Kommunikation zwischen den Generationen, Aktionen für Toleranz und Demokratie - das Spektrum war groß, interessant und bunt. Insgesamt 30 Jugendgruppen hatten am Wettbewerb der Stiftung Demokratische Jugend und des Landesjugendrings Brandenburg teilgenommen. Die besten zehn warteten gespannt auf die Bekanntgabe der Gewinner.

Die Eröffnungsworte richtete Andreas Pautzke, Geschäftsführer der Stiftung Demokratische Jugend, an die etwa 50 Jugendlichen, die aus allen Regionen Brandenburgs angereist waren. "Unserer Stiftung ist es ein besonderes Anliegen, Engagement nicht nur zu fördern, sondern auch zu würdigen. Seit drei Jahren beteiligen sich junge Menschen an unserem Wettbewerb und wir sind stolz auf jedes einzelne Projekt."

Susanne Altenburg, Vorstandsmitglied vom Landesjugendring Brandenburg e.V. betonte die Vielfalt der Projekte. "Ihr alle leistet eine tolle Arbeit für euren Ort. Ich wünsche mir, dass ihr mit eurem Engagement weitermacht und andere ansteckt."

  
 

Tolerantes Rheinsberg

Burkhard Jungkamp, Staatssekretär im Brandenburgischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, war nach Grünheide gekommen, um als Laudator den ersten Preis zu verleihen. Er eröffnete vor der großen Preisvergabe den späten Nachmittag mit Worten der Anerkennung und Wertschätzung. "Demokratie bedeutet sich einmischen in die Angelegenheiten der Gemeinschaft. Sich einmischen bedeutet Verantwortung übernehmen. Ihr alle habt in euren Projekten Verantwortung übernommen für die Gesellschaft, die Natur, für euren Ort und die Mitmenschen. Wenn euer Engagement weiterwächst, müssen wir weniger Angst um die Zukunft unserer Gesellschaft haben. Von euch können viele Erwachsene noch etwas lernen."

Nach einer Kurvorstellung der Projekte kam es dann zur offiziellen Preisverleihung der fünf Geld- und fünf Sachpreise. Als Laudatoren konnten vier jugend- und bildungspolitische Sprecherinnen und Sprecher unterschiedlicher Fraktionen im Brandenburgischen Landtag sowie der Staatssekretär gewonnen werden.

  

Torsten Krause vergibt die Plätze 6 bis 10

 

Den Plätzen sechs bis zehn überreichte Torsten Krause (Die Linke) einen Skating-Gutschein. "Es gibt viele junge Menschen in Brandenburg, die unser Land lebens- und liebenswerter machen. Dazu zählt der Jugendclub Krausnick, der Jugendclub Rüdersdorf, die Kulturchaoten Rheinsberg, Live your Life Rathenow und das Creative Haus Falkensee. Ihr alle habt den sechsten Platz."

  
 

Sprungbrett Cottbus gewinnt 250 Euro

Dass Projekte bei der Jury gleich gut ankamen, setzte sich fort. So gab es auch zwei Dritte und zwei Zweite Plätze. Für den "ersten" Dritten Platz hielt Ingrid Freninez von der CDU eine Laudatio. "Das Sprungbrett Cottbus hat einen Jugendclub gegründet, der für mehr Toleranz und Vielfalt steht. Hier stehen Randgruppen in der Mitte, die endlich Raum für ein gleichberechtigtes Miteinander bekommen." Die Jugendlichen freuten sich über einen Geldpreis im Wert von 250 Euro.

  

Der dritte Platz: das Kinder- und Jugendparlament Rathenow

 

Ingrid Siebke von der SPD schloss daran an und überreichte dem Kinder- und Jugendparlament Rathenow ebenfalls 250 Euro für den Dritten Platz. Sie hob hervor: "Es ist mir eine Ehre, diese jungen Menschen auszuzeichnen. Sie tragen mit ihren Aktionen gegen Rechtsextremismus dazu bei, in einem bunten und lebendigen Land zu leben."


  
 

Über 750 Euro freut sich das Gymnasium Treuenbrietzen

Das Gymnasium am Burgwall in Treuenbrietzen freute sich über den Zweiten Platz. Den Scheck über 750 Euro überreichte ihnen Jutta Lieske von der SPD. "Alle Projekte in diesem Land sind es wert, weiter gefördert zu werden, und manche ganz besonders. Die Jugendlichen in Treuenbrietzen sind zu zuverlässigen Partnern in ihrem Ort geworden, denn sie übernehmen, ohne Geld, ehrenamtlich sämtliche sozialen Aufgaben in ihrem Ort."

  

250 Euro gehen nach Falkenberg

 

Zum Schluss wurde es noch einmal richtig spannend. Die Laudatio für den "zweiten" Zweiten Platz hielt Gerrit Große (Die Linke). Als sie "ein ganz besonderes Projekt" ankündigte, meinte sie den Jugendbeirat Falkenberg. Viele junge Menschen tragen dazu bei, dass in ihrem Ort durch Feste und Veranstaltungen wieder Leben in die Gemeinschaft kommt und jung und alt zueinander finden. Sie überreichte auch ihnen einen Scheck über 750 Euro.

  
 

FEITA Rheinsberg sind die Gewinner 2008. Es gratulieren Bernd Mones (1. v. li. LJR Brandenburg), Andreas Pautzke (Stiftung Demokratische Jugend) und Burkhard Jungkamp (Staatssekretär)

Am Ende war klar, wer Sieger des Dritten Mitmachwettbewerbs war. Den ersten Preis durften sich die Jugendlichen von Feita Rheinsberg abholen. Staatssekretär Jungkamp übergab einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro und fasste kurz zusammen: "Feita steht für jugendliches Engagement. Feita steht für demokratisches Engagement. Feita steht für positives Engagement." Und, wie hätte es anders sein können, der einzig Anwesende Gewinner bewies durch Schlagfertigkeit, warum Feita verdient gewonnen hat. Auf die Frage, warum er denn alleine nach Grünheide gekommen sei, antwortete er: "Die anderen sind in Rheinsberg geblieben, weil sie schon wieder eine neue Aktion vorbereiten".

Und so blieb der Raum bis zum Schluss gefüllt mit Tatendrang.


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